Leider müssen wir immer wieder feststellen, dass viele Gartenfreunde ihre Gartenabfälle überwiegend auf unseren Gemeinschaftskompostplatz entsorgen. Häufig wird das Material einfach nur am Rand des Platzes abgekippt, so dass das Ganze im nu Riesen Ausmaße annimmt. Des Weiteren denken einige Gartenfreunde, dass man ganze Bäume mit kompletten Kronen einfach dort ablegen kann. Das bringt natürlich enorm viel Volumen mit sich und wir müssen die Abfuhr noch häufiger beauftragen. Es müssen auch keine kompletten Komposthaufen aus den Gärten, die größtenteils nur noch aus Erde bestehen dort entsorgt werden. Es wäre von sehr großem Nutzen für uns alle, wenn großvolumige Sachen wie Sträucher und Baumschnitt ö. ä. vorher gehäckselt werden, so dass sie nicht so sehr viel Platz einnehmen. Es ist nichts vorn am Rand des Kompostplatzes abzukippen, sondern alles möglichst weit nach hinten zu werfen. Dickes Holz, Stämme, Äste, usw. können daneben gelegt werden, von einigen Gartenfreunden wird das Holz als Kaminholz verwendet.
Es sollte oder vielmehr es muss sogar in jedem Kleingarten ein Kompostplatz weiterhin bestehen. Dies steht auch in unserer Rahmengartenordnung des Landesverbandes Brandenburg, die für uns bindend ist. So heißt es unter anderem im Absatz 5.2:
“Gartenabfälle, Laub und Stalldung sind im Sinne einer Kreislaufwirtschaft zu kompostieren.“
Der Kompost ist ein wichtiger Nährstofflieferant für den Kleingarten. Kompost ist ein natürlicher Dünger und ein ideales Mittel, um den Boden zu verbessern. Er wird aufgrund seiner vielfältigen Eigenschaften sehr geschätzt. Kompost düngt die Pflanzen, lockert den Boden, speichert Wasser, erhöht die Bodenfruchtbarkeit und fördert das Bodenleben. Kompost enthält natürlicherweise alle Haupt- und Spurennährstoffe. Entsprechend kann die Versorgung des Bodens und der Pflanzen mit Nährstoffen nahezu vollständig abgedeckt werden. Kompost ist Nahrung für ein gesundes Bodenleben. Er wirkt gegen Krankheitserreger aus dem Boden (z. B. Nematoden) und fördert so die Pflanzengesundheit.